Ich entrümple unsere Wohnung! Mit Hilfe von “Perlen statt Plunder”

Ich entrümple unsere Wohnung! Mit Hilfe von “Perlen statt Plunder”

Der Umzug ist vollbracht, die Möbel stehen und die Kisten sind ausgepackt…

… doch das war mit Sicherheit nicht der Großteil der Arbeit! Denn als ich in den vergangenen Wochen alle Kartons geöffnet habe, hätte ich sie am liebsten sofort wieder zugemacht. Wie die meisten von euch wissen, waren wir im Jahr 2017 in den Niederlanden. Dort haben wir nur einen Bruchteil der Kartons ausgeräumt, da es sich für dieses eine Jahr kaum gelohnt hätte, alle Sachen auszupacken. Dass ca. zwei Drittel aller Kisten geschlossen blieben, hätte uns da vielleicht schon zu denken geben müssen. Stattdessen schleppten wir im Dezember unser ganzes Hab und Gut feinsäuberlich wieder zurück nach Deutschland und verstauten es in einem Lagerraum. Erst als die Übergangsphase in Ferienwohnungen mit der Fertigstellung unserer neuen Wohnung vor 2 Wochen vorbei war, fand alles wieder seinen Weg zu uns zurück. Zum Vorschein kamen Dinge, die mein Freund und ich 2016 in Kartons verstaut – und nie wieder benötigt haben…

Nun stehe ich hier, inmitten eines großen Chaos, mit Sachen die ich gefühlt noch nie gesehen habe.

Dabei gehören sie doch eigentlich uns. Sie sind nur einfach so unwichtig und bedeutungslos, dass wir sie schon 2016 hätten aussortieren sollen. Statt für alles einen Platz zu suchen und die Schränke mit dem 200. Glas, der 500. Schale und dem 800. Stift vollzustopfen, werden wir jetzt ordentlich entrümpeln! Durch unser Auslandsjahr brauchen wir die meisten Möbel sowieso ganz neu. Doch auch hier werden wir darauf achten, schöne Einzelstücke zu kaufen. Somit sind also momentan noch gar keine Schränke da, die man überhaupt bestücken könnte. Diesen Zustand werde ich ausnutzen, um mich von Dingen zu trennen, die in zukünftigen Möbeln und unserem Leben nichts mehr zu suchen haben.

Unsere Wohnung ist mit ca. 60 Quadratmetern nicht sehr groß. Aus diesem Grund legen wir viel Wert darauf, dass wir nur notwendige und gleichzeitig schöne Einrichtung haben, damit nicht alles vollgestellt ist. Geht es euch auch so, dass ihr euch an unordentlichen und unruhigen Orten nicht konzentrieren könnt und zu Hause erstmal aufräumen müsst, bevor ihr euch an die Arbeit setzen könnt? So ist es jedenfalls bei mir. Und da ich selbstständig bin, ist ein strukturiertes Umfeld einfach eine Voraussetzung für mich! Parallel zur Wohnung nehme ich mir auch die Entrümpelung des Kleiderschrankes vor, da ich zu viele Sachen habe, die ich niemals tragen werde. Mittlerweile habe ich mich auch von dem “ich werde es bestimmt irgendwann mal anziehen / brauchen / suchen / vermissen” Gedanken verabschiedet. Und das spätestens an dem Punkt, an dem mir Kleidungsstücke in die Hände gefallen sind, an die ich mich nicht mal erinnern kann.

Perlen statt Plunder – mehr Lebensqualität durch ästhetischen Minimalismus

Da kam das Buch “Perlen statt Plunder – mehr Lebensqualität durch ästhetischen Minimalismus” von Andrea Bruchwitz genau zum richtigen Zeitpunkt zur Hilfe. Wer jetzt denkt, dass ich “minimalistisch” ab sofort in einer kahlen und sterilen Wohnung leben möchte, der liegt falsch. Denn bei ästhetischem Minimalismus geht es viel eher darum, dass man besitzt was man benötigt und gezielt ästhetische Einzelstücke einsetzt, um eine schöne und ganz persönliche Atmosphäre zu schaffen. Das Buch “Perlen statt Plunder” beschäftigt sich nicht nur damit, die äußeren Lebensumstände zu entrümpeln, sondern auch das Innenleben. Während wir unser Leben Schritt für Schritt von außen nach innen aufräumen und uns somit nur noch mit bereichernden Gegenständen und Personen umgeben, lernen wir uns wirklich selbst zu lieben.

Eigentlich war ich vom strengen Minimalismus nie ein Fan – doch der ästhetische Minimalismus hat mich ehrlich überzeugt. Es geht nicht darum, sich nur mit dem Notwendigen zu umgeben, sondern gezielt auch schöne Dinge zu platzieren. Dies können Möbelstücke, Dekorationen oder ähnliches sein – einfach der ganz persönliche Luxus, der Freude auslöst. Hierzu zählt beispielsweise auch der nachhaltige Kleidungsstil. Wir wissen nicht erst seit gestern, dass es sich auf Dauer mehr lohnt, hochwertige Einzelstücke statt kurzweilige Wegwerfmode zu kaufen. Achtsameres Einkaufen, bei dem man gleichzeitig auf die Qualität und Herstellung der Mode achtet, beschert uns jahrelange Freude an unserem Kleiderschrank.

Durch den Umzug und das dadurch entstandene Chaos hat mich das Thema “Minimalismus im Kleiderschrank” ganz besonders interessiert. Ich besitze einfach viel zu viele Kleidungsstücke die ich…

  1. Noch nie getragen habe
  2. Schön finde, aber niemals tragen werde, da sie nicht zu meinem Stil passen
  3. Nicht mehr trage, weil sie nicht mehr passen

Mir ist direkt klar geworden, dass sich an der Situation in meinem Kleiderschrank etwas ändern muss. Dieser Schrank löst in mir jeden Tag aufs Neue Stress und Nervosität aus – was ich durch den ästhetischen Minimalismus garantiert in positive Emotionen verändern kann! Ich bin wirklich glücklich, dass ich dieses Problem nicht unstrukturiert und planlos angehen muss, sondern mich an den Tipps von Andrea Bruchwitz orientieren kann. Die wichtigsten Tipps und Tricks und wie ich sie für mich anwende, möchte ich euch nicht vorenthalten:

  • Für jedes neue Kleidungsstück, das ich kaufe, muss ein altes Teil gehen
  • Ich orientiere mich an meinem Stil und kaufe keine Kleidung mehr, die ich zwar schön finde, die mir aber nicht steht, passt oder im Schrank versauert
  • Ich suche mir 10 Kleidungsstücke aus meinem Kleiderschrank, die meinem Stil entsprechen. Diese “Basics” sind die Eckpfeiler meiner Garderobe, an denen sich alle anderen Kleidungsstücke orientieren
  • An diesen 10 Basics sehe ich, welche Kleidungsstücke kombinierbar sind und welche nicht, bzw. welche einfach nicht zu mir passen
  • Ich bilde 3 Stapel: “Behalten”, “Vielleicht” und “Nicht kombinierbar”. “Behalten” ist selbstredend. “Vielleicht” lege ich erstmal beiseite. Sollte nach ein paar Monaten der gleiche Effekt wie mit meinen eingelagerten Umzugskartons entstehen, nämlich dass ich die Kleidungsstücke schon ganz vergessen hatte – weg damit! “Nicht kombinierbar” betrachte ich nochmal genauer und unterteile in “Kann weg” und “Besondere Anlässe”

Mit diesen Tipps arbeite ich mich momentan Schritt für Schritt durch meinen überfüllten Kleiderschrank. Natürlich geht das alles nicht von heut auf morgen, doch mit einem strukturierten Plan werde ich an mein Ziel kommen. Wenn ich das nächste Mal shoppen gehe, dann werde ich viel achtsamer sein. Ich werde mein Geld lieber in ein hochwertiges Stück investieren, das mich in ein paar Jahren immer noch glücklich machen wird, statt viel preiswerte Wegwerfmode zu kaufen. Mir ist mein Geld auch zu schade, um mir Mode zu kaufen, die sich in ein paar Wochen / Monaten auflöst oder aus anderen Gründen nicht mehr schön ist.

Bei “Perlen statt Plunder” geht es im zweiten Schritt um die Entrümplung des Wohnbereiches. Auch hier werde ich wertvolle Tipps für mich umsetzen und anwenden. Wenn ihr möchtet, kann ich euch bei diesem Schritt erneut mitnehmen. Andererseits würde ich euch aber wirklich das Buch “Perlen statt Plunder” von Andrea Bruchwitz ans Herz legen. Auf 115 Seiten erhält man auf eine schwungvolle und unterhaltsame Art hilfreiche Tipps, um das Leben zu entrümpeln. Auch wenn ihr mit dem Thema Minimalismus bisher nie etwas anfangen konntet – dieses Buch beseitigt Vorurteile und regt zum Nachdenken an.

Ich werde mich dann mal wieder meinem Kleiderschrank widmen. Danach geht es dann an die Möbel, die Dekoration und die Küchenutensilien. Es gibt noch viel zu tun – aber es fühlt sich sooo gut an!

Was denkt ihr über Minimalismus?
Kauft ihr nachhaltig ein?
Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Tag und ein tolles Wochenende!

Vielen lieben Dank an Andrea Bruchwitz für die freundlichen Zusammenarbeit
Hier geht es zu meinem letzten Beitrag!

16 Kommentare

  1. 09/22/2018 / 11:07 AM

    Sehr schön geschrieben, meine Liebe!!

    Weiter so!

  2. 09/22/2018 / 10:21 PM

    Von dem Buch habe ich schon mal gelesen, aber es vergessen. jetzt hast du mich wieder daran erinnert, dass ich es unbedingt kaufen muss :-*

    viele liebe Grüße
    Melanie / Goldzeitblog

    • Juli
      Autor
      09/24/2018 / 9:26 AM

      Danke Melanie, dann wünsche ich dir gutes Gelingen mit den hilfreichen Tipps aus dem Buch 🙂 Liebe Grüße

  3. Lena
    09/23/2018 / 1:23 PM

    Das sind wirklich gute Tipps. Heute habe ich erst wieder eine große Tüte aussortiert und das ist so ein befreiendes Gefühl.
    Liebe Grüße Lena

    • Juli
      Autor
      09/24/2018 / 9:25 AM

      Danke Lena, das finde ich auch! Hab einen guten Start in die neue Woche 🙂

  4. 09/23/2018 / 1:42 PM

    Oh wow das hast du toll geschrieben. Klingt nach einem tollen Buch und finde ich persönlich sehr hilfreich und inspirierend. Ich müsste dringend auch mal wieder ausmisten 😌 LG, Diana

    • Juli
      Autor
      09/24/2018 / 9:25 AM

      Danke dir meine Liebe, das freut mich 🙂 Das Buch kann ich nur empfehlen, mir hat es sehr geholfen!
      Liebe Grüße

  5. 09/23/2018 / 8:52 PM

    Tolle Tipps, bin gerade ausgezogen und habe auch sehr viel ausgemistet.
    Liebe Grüße,
    Jenny

    • Juli
      Autor
      09/24/2018 / 9:24 AM

      Danke Jenny, das freut mich 🙂

  6. 09/23/2018 / 11:44 PM

    Da sprichst du ein Thema an 😀 Aussortieren steht bei mir auch ganz dringend an, ich schiebe es schon die ganze Zeit immer vor mir her. Aber deine Tipps sind wirklich super, da werde ich mir auf alle Fälle was abschauen 🙂

    Liebe Grüße
    Laura von Lauras Journal

    • Juli
      Autor
      09/24/2018 / 9:24 AM

      Danke liebe Laura, Aussortieren ist sooo befreiend 🙂 Hab einen schönen Tag !

  7. 09/25/2018 / 4:14 PM

    Sehr schöner Post mit vielen nützlichen Tipps 🙂
    Ich versuche auch nachhaltig zu kaufen, das gelingt mir zwar nicht immer, aber wenigstens immer besser 🙂

    Deine Kleiderschrank-Tipps sind toll und ich finde es beeindruckend, dass du es geschafft hast 10 Basics hervorzuheben. Ich nehme mir sowas auch vor, aber mein Stil ist zu vielseitig. Daher kaufe ich einfach weniger, überlege mir immer, wie oft und ob ich ein Kleidungsstück wirklich anziehe und benötige. Ich verkaufe aussortierte Sachen immer oder gebe sie weiter. Auch kaufe ich bei entsprechender Qualität auch gerne Secondhand.

    Liebe Grüße
    Anne <3

    • Juli
      Autor
      09/26/2018 / 1:05 PM

      Danke für deinen Kommentar meine Liebe 🙂 Das finde ich super! Weniger und überlegter einkaufen ist wesentlich sinnvoller als viele kurzlebige Kleidungsstücke zu besitzen 🙂

  8. 09/26/2018 / 9:36 AM

    Die Tipps sind wirklich gut :).

    Liebe Grüße
    Priscilla

    • Juli
      Autor
      09/26/2018 / 1:05 PM

      Dankeschön 🙂

  9. 09/27/2018 / 10:16 PM

    Hallo Liebes, ich ziehe gerade auch aus, bzw. um und finde deine Tipps wirklich sehr hilfreich! Ich überlege mir vor jedem Kauf auch, ob ich dieses Teil auch tatsächlich brauche und oft stelle ich fest, dass ich es doch gar nicht so dringend benötige. 😅

    Liebe Grüße 💗
    Alina von https://linas-blog.com/

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