Instagram – Algorithmus, Probleme, Tipps & Meine Meinung zu Vero!

Kaum ein Thema beschäftigt die Social Media Welt gerade mehr als Instagram und seine ständig wechselnden Algorithmen. Wir sind alle unzufrieden mit der nicht-chronologischen Reihenfolge der Bilder im News Feed, den übermäßig oft angezeigten Firmenprofilen, der sinkenden als auch willkürlichen Reichweite und vielen weiteren Punkten. Natürlich ist das ärgerlich – permanentes Fluchen bringt uns jedoch auch nicht weiter. Ich denke, solange man Spaß an Instagram hat (und das sollte im Vordergrund stehen) ist es weder sinnvoll sich von Instagram zu verabschieden noch in einer neuen App wie „Vero“ auf ein Wunder zu hoffen.

Da es mir heute allerdings weniger um Vero geht werde ich die App, was sie ist, was sie kann und was an ihr so verwerflich ist, nicht noch einmal ausführen, sondern nur einen kurzen Eindruck mit euch teilen. Vielmehr geht es mir um Instagram, um die aktuellsten Probleme und darum, das beste aus den Algorithmen zu machen, damit man weiterhin mit Freude dabei ist!

Instagram – Intransparenter Algorithmus & Ignoranz

Ohne Frage – Instagram hat derzeit so einige Baustellen. Die Größte ist wohl der für uns unberechenbare, permanent wechselnde Algorithmus. Und genau hier sehe ich das Problem: Dass ein Algorithmus eines erfolgreichen Programmes stetig optimiert und angepasst wird, ist meines Erachtens normal. Was hierbei jedoch gründlich schief läuft, ist die fehlende Transparenz. Würde Instagram mit jeder Überarbeitung des Algorithmus auch offenlegen, was genau geändert wurde, dann wüssten wir damit umzugehen und müssten nicht ständig dieses „Ratespiel“mitmachen. Wären die neuen Algorithmen transparent, würden wir die Spielregeln kennen und wüssten, wie wir mit den Neuerungen umgehen können.

Ein weiteres Problem sehe ich in der Ignoranz durch Instagram. Der Aufruf der User, dass ein chronologischer News Feed zurückgewünscht wird, ist nicht neu. Trotzdem kommt ein Update nach dem anderen und wirklich NICHTS ändert sich an dem aktuellen Wirrwarr. Statt die Fotos wieder chronologisch zu sehen, ist die aktuelle Situation, dass man vermehrt Firmenprofile im News Feed hat und Bilder aus Hashtags, denen man folgt. Letzteres (Hashtags folgen) empfinde ich übrigens als gute und innovative Neuerung, abgesehen von ihrem willkürlichen Auftreten in der Timeline.

Instagram & Fake Follower

Dass es viele User gibt, die sich Follower, Likes und Kommentare kaufen, ist nichts neues. Dass dieser Zustand mit wachsenden Algorithmus Problemen zunimmt, ist auch nicht verwunderlich. Es gibt genug User, die auf Instagram gerne wachsen und Anerkennung für ihre Arbeit bekommen möchten, sich jedoch am Algorithmus und der hiermit verbundenen eingeschränkten Reichweite etc. gehindert sehen. Ich persönlich halte nichts davon, sich Anerkennung zu kaufen. Man betrügt die Instagram Community, die Firmen mit denen man kooperiert und letztendlich auch nur sich selbst. Ich wäre sehr unglücklich mit dem Gedanken, dass eine virtuelle Community meine Bilder liked, weil ich dafür bezahle.

Es ist jedoch gar nicht so schwer rauszufinden, wer Follower kauft und wer nicht. Auf Plattformen wie Social Blade kann man sich das Wachstum jedes einzelnen Profils ansehen. Ist die Kurve über die Zeit tatsächlich eine Kurve, dann war das Wachstum gleichmäßig und natürlich. Sieht man jedoch ein einziges hoch und runter und einige extreme Sprünge und Kanten, dann kann man davon ausgehen, dass an diesen Tagen nachgeholfen wurde. Ich möchte an dieser Stelle aber noch erwähnen, dass diese Sprünge gerade bei den großen Influencern auch auf natürlichem Wege kommen können – beispielsweise wenn Luisa Lion im Fernsehen bei Shopping Queen zu sehen ist!

Instagram & was können wir tun?

Was können wir also tun? Erstmal muss gesagt werden, dass wir gegen die Wechsel des Algorithmus oder gegen User, die Follower kaufen, gar nichts tun können. Instagram wird weiterhin überarbeitet und Menschen werden weiter Anerkennung kaufen. Ich denke jedoch, dass die Influencer mit gekauften Communities früher oder später auffliegen werden. Was den Algorithmus anbelangt, können alle Instagram User jedoch zusammenhalten und geschlossen kommunizieren, welche Änderungen gewünscht werden. Dass es früher oder später auf diese Art wieder zu einer chronologischen Timeline kommt, ist gar nicht so unwahrscheinlich. Abgesehen davon sollten wir uns den Spaß an der Sache erhalten, Fotos und Inspirationen miteinander teilen, uns austauschen und einfach das Schöne sehen!

Instagram & wie man trotzdem wächst

Natürlich möchte man neben Spaß auch Anerkennung bekommen, wenn man viel Arbeit in seine Fotos und seinen Feed steckt. Wie schon gesagt, macht es uns der ständig wechselnde Algorithmus jedoch gar nicht so leicht. Trotzdem gibt es einige Punkte, durch deren Umsetzung die Reichweite und somit auch die Community wächst:

  1. Die erste Voraussetzung ist natürlich, dass eure Bilder von guter Qualität sind. Wenn ihr Menschen auf euren Feed lockt, müssen sie ja auch Gründe haben, um bleiben und wiederkommen zu wollen. Gern gesehen sind helle, freundliche Fotos in einer guten Bildqualität, die zusammen einen stimmigen Feed bilden, der eine einzigartige, persönliche Note enthält. Ein wichtiges Kriterium ist hier auch, dass man sich und seinen Feed stetig weiterentwickelt und verbessert.
  2. Regelmäßigkeit ist ein weiterer wichtiger Punkt. Nicht nur eure Follower, die euren neuen Content erwarten, sonder auch Instagram setzt auf Aktivität. Wer also nur 1-2 Mal die Woche ein Bild postet, der geht in der Menge der User unter und kann kein stetiges Wachstum erwarten. Als Richtwert kann man hier mindestens 1 Bild pro Tag sehen, gerne auch mal 2 oder 3. Man muss jedoch aufpassen, denn auch zu viele Bilder am Tag können einen schlechten Eindruck machen und wie Spam wirken.
  3. Des Weiteren solltet ihr die richtigen Uhrzeiten kennen. Wer ein Business Profil hat, kann in den Statistiken einsehen, wann die meisten Follower an welchen Tagen online sind. Alles andere regelt der logische Verstand: Zwischen 9 und 17 Uhr sind die meisten Menschen auf Arbeit und somit nicht die ganze Zeit am Smartphone. Also sind morgens gegen 8 Uhr oder nach Feierabend (zwischen 18 und 21 Uhr) die besten Uhrzeiten, um Follower zu erreichen. Ab 23 Uhr werden viele schon nicht mehr am Handy sein oder schlafen – von daher lohnt sich alles ab da auch nicht mehr.
  4. Instagram Stories sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Regelmäßig gefüllte Stories gehören genau so zur Aktivität wie ein kontinuierlich geführter Feed. Abgesehen davon kann man auch über die Stories viele neue Follower generieren, indem man seinen Standort hinzufügt oder Hashtags einsetzt, durch die man in die jeweiligen Städte- oder Hashtag-Stories aufgenommen wird. Eure Stories könnt ihr zur längeren Sichtbarkeit auch in den Highlights speichern, sodass eure Follower noch länger etwas davon haben! Die Highlights findet ihr in eurem Feed, befüllen könnt ihr sie direkt in den Stories.
  5. Ein für mich sehr wichtiger Aspekt: Aktiv sein! Wenn ihr möchtet, dass eure Fotos und eure Arbeit gesehen wird, dann könnt ihr euch nicht zurücklehnen und darauf hoffen, dass zufällig jemand über euer Profil stolpert. Ihr müsst Werbung für euch machen, was bedeutet: Aktiv sein, aktiv sein, aktiv sein! Liked und kommentiert auf anderen Profilen so viel es geht – aber ordentlich! Lest die Texte durch und geht in eine vernünftige Interaktion, statt immer die gleichen 3 inhaltslosen Kommentare und Bilder zu setzten. Die passenden Profile für euer Interesse findet ihr unter Hashtags, die ihr auch gern verwendet oder in den von Instagram vorgeschlagenen Profilen.
  6. Wenn ihr Lieblingsprofile habt oder dafür sorgen möchtet, dass jedes einzelne eurer Bilder auch bei euren Followern ankommt, dann könnt ihr die Beitragsbenachrichtigungen aktivieren bzw. eure Follower hierzu auch bei euch aufrufen. Somit bekommt ihr von euren Lieblingsprofilen oder eure Follower von euch immer eine Push Meldung, wenn bei dem aktivierten Profil ein Beitrag online geht. So sind alle immer up to date und Beiträge können nicht im Jenseits verschwinden.

Warum ich Vero unnötig finde

Und dann wäre da noch Vero… Diese App kam genau im richtigen Moment für alle, die von Instagram genervt sind und sich jetzt das Blaue vom Himmel versprechen. Ich möchte gar nicht weiter darauf eingehen, was Vero ist, was es kann und warum es so verwerflich ist, denn dazu gibt es in diesen Tagen schon genug Beiträge.

Deshalb reicht ein kleiner Erfahrungsbericht: Ich selbst habe mich bei Vero angemeldet und probiere es seit 3 Tagen aus. Alles in allem gefällt mir diese App eher weniger. Das Design ist sehr dunkel und unübersichtlich, es gibt keine Stories oder vergleichbare Funktionen und der Server ist seit Tagen permanent down, sodass man nicht mal richtig die Möglichkeit hat Bilder hochzuladen oder nach anderen Nutzern zu suchen. Man kann neben Bildern zwar auch Links, Standorte, Musik, Filme und Bücher teilen, allerdings erinnert mich das sehr stark an Facebook. Und die reine Information: „Person X sitzt gerade am Y Flughafen“ oder hört gerade „ABC“ hat mich noch nie sonderlich interessiert. Ich werde die App noch etwas testen, kann mich aber bisher wirklich nicht für sie begeistern.

Ihr Lieben, soviel dazu, wie ich aktuell über die Instagram-Vero-Social-Media-Lage denke. Ich persönlich habe in keinerlei Hinsicht meinen Spaß an Instagram verloren und bin nach wie vor mit viel Freude dabei!

Was denkt ihr und wie sind eure Erfahrungen? Habt es fein !! xx

Ein Kommentar bei „Instagram – Algorithmus, Probleme, Tipps & Meine Meinung zu Vero!“

  1. Wie Recht du doch hast.
    Ich muss sagen, ich hab auch keine Lust mehr mich über den Algorithmus oder gekaufte Follower aufzuregen. Das gehört mittlerweile leider einfach dazu. Deshalb den Fokus aus das positive legen und sich auf sich und Leute konzentrieren, die einen inspirieren <3

    A L I N A // alinacorona.de // instagram

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