Mittwochskolumne: Instagram – Werbung, Stories, Algorithmen & gesperrte Accounts

Mittwochskolumne: Instagram – Werbung, Stories, Algorithmen & gesperrte Accounts

Instagram Werbung, Stories, Algorithmen & gesperrte Accounts
Instagram

Was ist eigentlich mit Instagram los?

Genau diese Frage stelle ich mir momentan des Öfteren und ich weiß, dass ihr euch dasselbe fragt! Keiner weiß so richtig, wie man Werbung richtig kennzeichnen soll, die Stories lassen sich teilweise nicht richtig oder gar nicht hochladen, Algorithmen werden permanent geändert und Accounts grundlos gesperrt. Die Gerüchteküche brodelt. Manche glauben, dass Hacker am Werk sind, andere wiederum denken, dass Instagram gegen Like- und Kommigruppen vorgehen möchte und nochmal andere sind der Überzeugung, dass Instagram nur noch Business Profile unterstützt. Was davon stimmt? Keine Ahnung! Ich habe leider auch keine konkreteren Einblicke. Ich kann euch jedoch erzählen, welche neuen Erkenntnisse, Tipps und Tricks es aktuell gibt!

Werbung, Sponsored & Advertisement

Hier streiten sich derzeit die Geister. Spätestens seit der Abmahnung von Rossmann auf Grund von Schleichwerbung durch Influencer ist jedoch allen klar: Werbung muss offensichtlich gekennzeichnet werden! Ein einfaches „#ad“ als zweites von sechs Hashtags war für das Oberlandesgericht im Fall Rossmann jedenfalls nicht aussagekräftig genug. Wie jedoch kennzeichnen wir unsere Werbung richtig? Eine einheitliche gesetzliche Grundlage gibt es hierfür bislang noch nicht. Instagram führte in diesem Sommer ein neues Feature ein, mit dem man eine bezahlte Partnerschaft kennzeichnen kann. Dieses Feature soll nach und nach für alle User freigeschaltet werden. Bis dies geschieht und die Lage gesetzlich geregelt ist, sollten wir alle Werbung allerdings lieber besser als schlechter kennzeichnen. Das bedeutet also nicht nur in den Hashtags, sondern auch sichtbar im Text und in den Stories! Sicher ist sicher.

Hype Type für Instagram Stories

Eine meiner neusten und liebsten Errungenschaften für die Instagram Story ist die App „Hype Type“. Mit dieser hat man die Möglichkeit, animierte Texte und Musik unter das Story-Bild zu legen. Da ich mir super gerne andere Instagram Stories ansehe und auch selbst gerne mache, finde ich diesen Effekt sehr charmant. Vor allem, wenn man diesen als tägliches und einheitliches Outro oder Intro benutzt. Das ist für mich eine Art Routine und Wiedererkennung, die ich gerne mit meinen Lieblings-Accounts in Verbindung bringe! Ich persönlich leite meine Stories morgens momentan immer mit diesem Intro ein, wechsle es aber monatlich:

Instagram Story

Eine ähnliche App für Android Geräte ist „Legend“, mit der ich mich aber leider nicht auskenne. Hype Type ist kostenlos, bisher aber leider nur für das iPhone erhältlich.  Wenn ihr möchtet, dass das Wasserzeichen auf euren Bildern verschwindet, könnt ihr für ca. 2 Euro ein Upgrade kaufen. Wenn ihr also Lust habt ein bisschen an den Instagram Stories zu basteln, dann kann ich euch Hype Type nur empfehlen!

Instagram und seine Algorithmen

Wie der Algorithmus von Instagram genau funktioniert ist nicht bekannt oder transparent. Fakt ist allerdings, dass seit dem letzten Jahr neue Bilder nicht mehr chronologisch, sondern nach Relevanz angezeigt werden. Was das genau bedeutet? Chancenungleichheit! Vor allem die kleineren Accounts ziehen hier den Kürzeren. Vorher wurden die Beiträge nach ihrer Aktualität angezeigt, nun stehen diejenigen mit dem größten Engagement ganz oben. Das bedeutet also, dass die Bilder mit den meisten Kommentaren und Likes weit vorn angezeigt werden, während die Bilder der kleineren Accounts mit wenig Engagement in der Versenkung verschwinden. Somit wird es für kleinere Accounts schwerer zu wachsen. Abgesehen davon werden im Engagement Kommentare mit weniger als 3 Worten als Spam gewertet und somit nicht gezählt. Was können wir also dagegen unternehmen? Guten und regelmäßigen Content produzieren, ausführliche Kommentare auf anderen Accounts hinterlassen und Kommentar- und Likegruppen bilden, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Warum werden so viele Accounts gesperrt?

Das war das wohl schrecklichste, was in den letzten Wochen passiert ist. Vor ein paar Tagen sind an einem Wochenende plötzlich zahlreiche Accounts verschwunden. Ein Profil nach dem anderen war einfach weg. Und niemand wusste warum. Logischerweise brach die pure Panik aus. Einige Influencer betreiben Instagram schließlich hauptberuflich und selbst wenn nicht – jeder von uns steckt viel Herzblut hinein. Stunden vergingen, in denen niemand wusste wie es weitergeht und ob man sein Profil jemals zurückbekommt. Einige Zeit später schickte Instagram Emails an die Betroffenen, in denen man dazu aufgefordert wurde, ein Bild von sich aufzunehmen. Dieses Bild sollte mit beiden Händen in die Kamera gehalten werden. Darauf zu lesen: Der eigene Name, der Instagram-Name und ein Code. Da der Support von Instagram jedoch unabhängig von dieser Email nicht zu erreichen war, folgte erneut stundenlanges Hoffen und Bangen. Instagram selbst gab später an, dass eine Sicherheitslücke für den Hack von über 6 Millionen Profilen verantwortlich war. Doch auch unabhängig von diesem Fall gibt es andere (vorübergehende) Sperrungen von Accounts, die sich nicht erklären lassen. Die allerdings auch nicht erklärt werden, da der Support von Instagram so gut wie gar nicht erreichbar ist!

Was bedeutet Instagram und das Internet für uns?

Es ist interessant, wie abhängig wir mittlerweile von Instagram bzw. dem gesamten Internet sind. Man sollte sich immer darüber bewusst sein, dass dies nicht lebenswichtig ist. Andererseits sollte man es weder abwerten, noch unterschätzen, denn sehr viele Menschen arbeiten mittlerweile über das Internet. Und völlig unabhängig davon, ob der Vollzeitjob aus einer Dienstleistung, einer eigenen Homepage / einem Blog oder aus Instagram besteht – ein Versagen der Anbieter führt dazu, dass man seinen Job nicht ausüben kann. Das wiederum führt zu Einkommenseinbußen, dem Verlust von Kunden / Followern / Jobs und der Beeinträchtigung des Rufes. Also ja, es ist nicht lebenswichtig. Und doch ist es verdammt wichtig, wodurch ich die Panik aller Betroffenen durchaus verstehen kann. Wer möchte schon vom einen auf den anderen Moment seinen Job verlieren?

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