Urlaub in Budapest – Roadtrip und Zelten in Ungarn Teil 1

Ihr Lieben, heute kommt mein erster Reisebericht zu meinem Zelturlaub in Budapest – schon mal vorab: Das war’s jetzt mit dem Zelten für mich! Ich werde die Reise in einige Teile aufspalten, da ich viel erlebt und viele Fotos gemacht habe! Aber von vorn:

Budapest – Anreise und der erste Tag

Unser Urlaub startete vor fast zwei Wochen, an einem Freitag. Der Plan war – eigentlich – von Freitag bis Freitag unterwegs zu sein. Es kam jedoch anders als geplant, aber dazu in einem anderen Teil mehr. Mein Freund und ich hatten für diese Woche einen Mietwagen gebucht. Die ursprüngliche Idee war, auf der Hintour in Wien und auf der Rücktour in Prag eine Nacht zu verbringen. Zeit- und Geldmangel hatten uns dann allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir uns dazu entschieden, nur nach Budapest zu fahren. 900 Kilometer am Stück fahren? Sehr optimistisch, aber muss man mal gemacht haben.

Roadtrip nach Budapest – durch Tschechien und die Slowakei

Der Urlaubsanfang begann direkt mit einem Schreck: Mein Freund wollte den Mietwagen starten, doch es bewegte sich nichts. Also stieg ich aus, um nachzusehen, während er auf das Gaspedal trat und ich musste feststellen, dass die Hinterreifen sich nicht drehten, sondern nur über den Asphalt schliffen. Mit ziemlichen Zeitdruck (8 Uhr morgens und 900 Kilometer bis Budapest vor uns) riefen wir den Autobesitzer an, der zum Glück vor Ort eine Autowerkstatt hatte und das Problem innerhalb von 20 Minuten löste: Durch den sintflutartigen Regen in Berlin waren die Bremsscheiben verklebt. Nachdem diese wieder frei waren, konnte der Roadtrip losgehen…
Den ersten Stop legten wir kurz vor Tschechien ein, den nächsten Kurz vor der Slowakei, um Vignetten für die Autobahnen zu kaufen. Mit jeweils 10 Euro für die Hin- und Rückfahrt kommt man hier sehr preisgünstig weg. Bis auf ein paar Baustellen in Tschechien waren die Autobahnen auch wirklich gut. Für den letzten Weg durch Ungarn waren wir jedoch zu geizig für eine Vignette, sodass wir hier über tolle Landstraßen fuhren, mit unfassbar vielen Sonnenblumenfeldern (für Sonnenblumenöl) und riesigen Melonen am Straßenrand für 80 Cent das Stück. Gegen 20 Uhr erreichten wir dann unseren Zeltplatz in Budapest. Auf den ersten Blick war dieser wirklich gut. Ich bin zwar sowieso kein großer Zeltfan, aber da wir nicht viel Geld ausgeben wollten und es ja auch irgendwie Sommer ist, dachten wir uns, dass das schon gut wird. An dem Tag waren ja auch noch 35 Grad. Außer Zeltaufbau und müde auf die Luftmatratze fallen ist an diesem Tag dann auch nichts weiter passiert…

Tag 1 in Budapest – Sightseeing, Donau und Central Café

Tag 1 in Budapest fing mit ca. 35 Grad wieder sehr heiß an. Während wir von unserem Campingplatz aus zur Metro liefen, kamen wir an einem Mc Donalds vorbei, bei dem wir uns von nun an jeden Morgen einen Capuccino to go holten. Mit der Metro brauchten wir nur 10 Minuten in die Innenstadt, ein Ticket kostete nur einen Euro (300 Forint)!
Als wir in der Innenstadt ankamen, fing es tatsächlich erstmal an zu regnen. Da es dabei allerdings sehr warm war, liefen wir trotzdem durch die Gegend, um uns alles anzusehen und eine Wechselstube zu suchen. In Ungarn gibt es nicht Euro, sondern Forint. Da wir letztes Jahr schon mal in Budapest waren, wussten wir, dass wir einen deutlich besseren Wechselkurs bekommen, wenn wir vor Ort unser Geld umtauschen.

Budapest – Große Markthalle / Zentrale Markthalle

 

Da es sich leider etwas einregnete, entschieden wir uns dazu in die Große Markthalle oder auch Zentrale Markthalle zu gehen, weil diese überdacht und trocken war und es hier viel zu entdecken gab. Ich finde die Markthalle von der Architektur her sehr beeindruckend. Im Kellergeschoss gibt es Fischstände und Aquarien, im Erdgeschoss viele Obst- und Gemüsestände sowie ungarische Produkte und im ersten Stock ungarisches Essen (wie z.B. Langos), kleine Restaurants und typisch ungarische Andenken und Dekoartikel. Hier sind neben einigen Touristen auch viele Einheimische zum Einkaufen unterwegs. Typisch ungarisch habe ich z.B. Unmengen an Paprika gesehen!

Spaziergang an der Donau

Als sich die Sonne so langsam wieder zeigte, machten wir uns auf den Weg zur Donau und spazierten dort am Wasser entlang. Budapest hat viele beeindruckende Brücken, wie die Kettenbrücke, welche die Stadt in ihre Stadtteile Buda und Pest teilt. Der Großteil der touristischen Attraktionen und des Stadtlebens findet in Pest statt, daher waren wir auch hauptsächlich dort.

Der Innenstadt-Pool

Sobald sich die Sonne wieder zeigte, wurde es in sehr kurzer Zeit auch wieder sehr heiß. Am ersten Tag liefen wir weiterhin nur noch ungeplant durch die Stadt und ließen einfach alles auf uns wirken. Nach einiger Zeit entdeckten wir in Budapests Zentrum einen kleinen Innenstadt-Pool, um den man sich herum an den Beckenrand setzen konnte, um die Füße hinein zu halten und sich zu erfrischen. Das haben wir von da an 4 Tage am Stück gemacht, da der Pool nach 20 Kilometer Sightseeing pro Tag immer eine willkommene Abkühlung für die Füße und somit den ganzen Körper war. Ganz hinein durfte man allerdings nicht, hier war die Security sehr wachsam, sodass der ein oder andere Junggesellenabschied schroff dem Pool verwiesen wurde…

Central Café Kaffeehaus und Jüdisches Viertel

Nach unserem kleinen und erfrischenden Pool-Erlebnis liefen wir zu einem wunderschönen Kaffeehaus, dem Central Kaffeehaus, um einen Cappuccino zu trinken. Die Kaffeehaus-Kultur ist in Budapest sowieso unheimlich schön – so ähnlich stelle ich mir auch Wien vor. Die Gebäude sind riesig und prunkvoll, toll gestaltet, mit freundlichem Personal, sehr alt und bieten oftmals Live-Musik am Piano oder der Geige. Trotzdem zahlt man hier nur ca. 2 Euro für einen Cappuccino – so wie überall in Budapest, denn die Stadt ist wirklich preiswert. Wir saßen an einigen Tagen im Central Kaffeehaus. Ich fand es einfach toll dort zu sitzen, mit Cappuccino und Macarons, Piano-Musik und viel Geschichte… Wer dort wohl alles schon am Tisch saß und Bücher geschrieben oder Lieder komponiert hat?

Um den Abend ausklingen zu lassen, gingen mein Freund und ich weiter ins Jüdische Viertel. Neben vielen jüdischen Einrichtungen gilt dieses Viertel auch als eines der beliebtesten Ausgehviertel in Budapest. Hier gibt es viele Restaurants, Biergärten, Ruinen-Pubs, Hinterhofbars und Streetfood-Markets. Die Variationen an Essen, Trinken und Kultur sind hier enorm und es ist für jeden etwas dabei. Mein Freund und ich haben uns in die Hinterhofbar Tesla gesetzt, um für wenig Geld einen Burger zu essen und ein ungarisches Bier zu trinken. Auch hier war alles mit Lichterketten geschmückt und eine Band spielte Klassiker auf der Gitarre. Es war einfach nur toll! Auch hier waren wir noch ein paar weitere Male…

So ging der erste Abend wunderschön zu Ende… Gegen 23 Uhr machten wir uns auf den Weg zurück zum Campingplatz, um erneut einfach nur noch in die Schlafsäcke zu fallen. Leider folgte in der Nacht ein 4-stündiges Gewitter inklusive Starkregen, das im Zelt so laut war, dass ich nicht schlafen konnte. Ich komme aber gelegentlich sehr gut mit wenig Schlaf zurecht, sodass ich Nachts zwar ziemlich Angst vor dem Unwetter hatte, am nächsten Morgen aber ein neuer und toller Tag starten konnte…
… dazu nächstes Mal mehr :)!
Macht euch einen wunderschönen Tag meine Lieben !
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6 thoughts on “Urlaub in Budapest – Roadtrip und Zelten in Ungarn Teil 1

  1. Toller Post, echt interessant 🙂
    Liebe Grüße,
    kristykey

  2. Ich war noch nie in Ungarn, aber dein Bericht macht mich schon sehr neugierig!!
    Viele Grüße

  3. Tolle Eindrücke !!

  4. SO tolle Impressionen 🙂
    In Budapest war ich noch nicht, aber es steht ganz oben auf meiner Liste.
    xx Katha
    showthestyle.blogspot.com

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    https://amoriemeraviglie.blogspot.it/
    <3

  6. Schöner Post! Die Bilder sind wunderschön. Budapest würde mich auch mal interessieren! 🙂
    Liebste Grüße
    Jasmin
    https://littlethingsbyjasmin.blogspot.de/

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