Budapest Teil 2

… am nächsten Tag wollten wir erneut mit einem Kaffeehausbesuch in den Tag starten. Somit machten wir uns auf den Weg zum „Book Cafe“ auf Budapests riesiger Einkaufsstraße Andrassy ut. Erst als unscheinbarer Buchladen getarnt, fuhren wir mit der Rolltreppe hinauf in einen riesigen Saal, mit hohen Decken, großen Spiegeln, Ledersesseln, Kronleuchtern und viel viel Gold. Ich muss sagen, dass mir dieses Cafe noch besser gefiel als das „New York“ Kaffeehaus, da es inmitten eines Buchladens seinen ganz persönlichen Charme hatte.
Nachdem wir dort unseren Kaffee und unsere Croissants genossen hatten, liefen wir die Einkaufsstraße weiter hoch, um zur Szechenyi Therme zu gelangen. Budapest gehört mit seinen 21 Thermalbädern zu Europas größten Kurstädten. Bei 35 Grad Außentemperatur setzten wir uns also in prunkvoller Umgebung in ein 30 Grad heißes Thermalbecken, mitten in der Budapester Innenstadt. Es war eine einmalige Erfahrung, die ich jedem nur weiterempfehlen kann. Es gibt warme Quellen, innen wie außen – in manchen wird richtig geschwommen und es herrscht Badekappenpflicht und in anderen kann man einfach nur entspannt im Wasser sitzen.
Anschließend waren wir durch die Hitze ziemlich ko und suchten uns ein schattiges Cafe, in dem wir eine Kleinigkeit essen und trinken konnten. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, uns noch etwas die Stadt anzugucken, ebenso wie viele kleine Hinterhöfe, die überall zu finden sind und unter anderem Streetfoodmarkets zum Vorschein bringen.
An unserem letzten Tag stand noch einiges an Sightseeing auf dem Programm, was allerdings im Verlaufe des Tages immer schwerer wurde, da es meinem Freund gesundheitlich nach und nach schlechter ging. Da wir nicht wussten woran es liegt und wir die Hitze im Verdacht hatten, habe ich ihn zurück ins Appartment gebracht, um ihn mit nassen und kalten Handtüchern etwas abzukühlen. Jedoch wurde es am Abend und in der Nacht immer schlimmer, Fieber kam dazu und ich war froh, dass unser Rückflug am nächsten morgen bevorstand. Nach einer Nacht voller Wadenwickel und Fiebermessen brachte ich ihn so schnell es ging zum klimatisierten Flughafen und war dankbar, dass der Rückflug nach Deutschland nur eine Stunde dauerte. 
Für unseren ersten gemeinsamen Urlaub hatten wir praktisch alles dabei – eine tolle Stadt, extremes Wetter und die erste Krankheit, was uns allerdings rückblickend wirklich noch fester zusammen geschweißt hat.
Budapest war eine unglaublich beeindruckende Stadt, in die ich jederzeit wieder reisen würde und es auch eines Tages tun werde. Ich wurde von ihr in jeder Hinsicht positiv überrascht und werde unseren ersten gemeinsamen Urlaub immer in guter Erinnerung behalten !

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