Budapest Teil 1

Was schenkt man seinem Freund eigentlich zum Geburtstag? Diese Frage musste ich mir vor ein paar Monaten stellen. Es sollte etwas Schönes sein, etwas Praktisches, etwas Tolles und Einzigartiges. Ich dachte mir also, eine Unternehmung oder ein Ausflug wären nicht schlecht. Oder vielleicht eine kleine Reise? Die erste Gemeinsame? 
Da ich als Studentin natürlich keine ganze Reise verschenken kann, entschied ich mich für Flugtickets nach Budapest. Ich wusste, dass das auf der Liste der Reiseziele meines Freundes stand. Die Überraschung war gelungen, mein Freund freute sich riesig und nach kurzer Zeit standen 5 Tage Budapest vor der Tür. An einem Samstag morgen ging es dann los zum Berliner Flughafen Schönefeld – schönster Sonnenschein, relative Zeitknappheit und (ich bin nicht stolz darauf) ein Bier gegen meine Flugangst in der Hand. Das ist in den Berliner S-Bahnen allerdings nichtmal ungewöhnlich sondern eher normal…
Am Flughafen angekommen konnten wir von Glück reden, dass weder eine S-Bahn ausgefallen ist, noch Koffer aufgeben werden mussten und wir dadurch mit unserem Handgepäck direkt durch den schnellen Check-In zum Flugzeug durchrennen konnten. Ein weiterer Vorteil war, dass ich mir durch die Hektik weniger Gedanken um meine Flugangst als vielmehr über das Verpassen des Fluges gemacht habe. Im Endeffekt war meine Angst mal wieder super unbegründet – wir hatten weder Turbulenzen noch sonstige Ungereimtheiten und sind nach 60 Minuten in Budapest angekommen. Vom Flughafen aus haben wir mit Bus und Bahn ungefähr 40 Minuten in die Innenstadt gebraucht, was dank guter Ausschilderung kein Problem war. Dort angekommen hatten wir noch etwas Zeit, bis wir unser gebuchtes Airbnb beziehen konnten und suchten uns daher erstmal ein schönes Café mit Wohnzimmeratmosphäre. 
Nach einer kleinen Stärkung mit Kaffee und Paninis, machten wir uns auf den Weg zu unserer Airbnb Wohnung im Jüdischen Viertel. Die Übergabe verlief problemlos und die Maisonettewohnung wie auch der Innenhof waren wunderschön. Die Wohnung war hochwertig ausgestattet und hatte in der ersten Etage einen Schlafbereich, der komplett aus Bett und Matratzen bestand – super gemütlich. Auf den ersten (und wie sich später zeigte auch auf den letzten) Blick, waren die Stadt und alle Umstände perfekt für den ersten gemeinsamen Urlaub – ich sehne mich heute noch zurück! 
Nachdem wir unsere Sachen abgelegt hatten, war es früher Nachmittag und an der Zeit, die Stadt etwas besser zu erkunden. Obwohl Budapest wirklich preiswert und somit studentenfreundlich ist, haben wir zwischendurch einen ALDI (Süd haha) besucht, um uns mit Frühstück und kleinen Snacks für die nächsten Tage auszustatten. Unseren ersten gemeinsamen Abend ließen wir dann in einer schönen Bar direkt an der Donau ausklingen, während wir den Sonnenuntergang betrachteten und uns einfach nur wohl fühlten.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Tag beschlossen wir, eines der typisch ungarischen Kaffeehäuser zu besuchen und machten uns auf den Weg zu einem der bekanntesten Kaffeehäuser in Budapest – dem New York Kaffeehaus. Es war wunderschön, prunkvoll und wahnsinnig eindrucksvoll. 
Einen köstlichen Kaffee und beeindruckenden Rundgang später, stand auf unserem Plan, ein wenig wandern zu gehen (25 km!), da das Wetter zwar warm war, jedoch etwas bewölkt. Budapest besteht aus 2 Seiten, welche durch die Donau getrennt werden: Buda und Pest. Die Innenstadt und unsere Airbnb Wohnung befanden sich in Pest, die Schlösser und Burgen, wie auch unser Wanderberg, allerdings in Buda. Also wanderten wir viele Stunden Berg auf und Berg ab, guckten uns wunderschöne Schlösser, Burgen und eine kleine Altstadt an. 
Total erschöpft kamen wir am Ende der Strecke auf einer kleinen Insel an, auf der wir uns nichtsahnend in einen Park legten. Während wir dort entspannten, schauten wir auf einen großen Springbrunnen. Pünktlich zur vollen Stunde setzte auf einmal klassische Musik ein, im Takt zum Wasser des Springbrunnens, welches plötzlich in aufwendiger Inszenierung mal höher und mal niedriger durch die Luft sprang. 
Nach einer Stunde Pause liefen wir dann zurück nach Pest – es war EM Zeit und da wir uns in Ungarn befanden, wollten wir natürlich ein Ungarnspiel zusammen mit den Einheimischen sehen. Als Ungarn gegen Island in letzter Minute noch ein Unentschieden ergattern konnte, feierten die Ungarn den restlichen Abend auf den Straßen so sehr, als hätten sie die EM schon gewonnen, was wirklich schön mit anzusehen war. 
Müde und erschöpft, aber unendlich glücklich, fielen wir an diesem Abend in unsere Matratzenlandschaft und freuten uns schon auf die kommenden Tage…

4 Replies to “Budapest Teil 1”

  1. Wow, die Schlösser sehen grandios aus! Ich möchte auch unbedingt mal Budapest, weil meine Schwester auch so tolle Sachen erzählt hat 🙂
    Alles Liebe <3

  2. sehr guten blog hast du und einen follower gewonnen 🙂 schau gerne mal bei uns vorbei 🙂
    http://www.letstester.blogspot.de
    lg

  3. Budapest ist einmalig, ich kann es nur empfehlen 🙂

  4. vielen lieben Dank, das mache ich gerne !

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